Die Bioteck® Biomaterialien werden mit einer einzigartigen und innovativen Deantigenisationsmethode hergestellt, bei der die natürlichen Knochengewebe mit enzymatischen Lösungen bei einer konstanten Temperatur von 37°C behandelt werden. Dieses Verfahren garantiert die komplette Deantigenisation des Gewebes, ohne dass seine physikalischen und chemischen Eigenschaften verändert werden. Aus diesem Grund ist der Knochenersatz von Bioteck® vollständig resorbierbar.
Dieses biegsame Knochenmaterial wird durch die teilweise Demineralisierung von spongiösem oder kortikalem Knochengewebe hergestellt. Sie ermöglichen die Durchführung größerer Rekonstruktionen in Fällen, wo ein gekrümmtes Knochenprofil nachgebildet oder neu erstellt werden muss. Falls die primäre Stabilität nicht gesichert ist, müssen sie mit Hilfe von Schrauben fixiert werden. Knochendefekte mit einem schmalen Zugang können problemlos mit Stücken aus OSTEOPLANT® Flex spongy aufgefüllt werden. Auch wenn man dieses Material biegt oder zusammendrückt, um es leichter in den Knochendefekt einführen zu können, nimmt es nach der Positionierung seine Originalform wieder an (dank seiner Elastizität).
| Beschreibung | Knochengewebe mit kortikaler oder spongiöser Struktur. |
| Zusammensetzung | Reines Knochenmineral ohne Lipide, das Kollagenproteine enthält. |
| Herkunft | Equine Herkunft |
| Biologisches Verhalten | Nach dem Einsatz in die Knochenhöhle wird es aufgrund der osteoklastischen Aktivität innerhalb der vorgegebenen Wartezeit (siehe Metabolisierungszeit) komplett degeneriert. |
| Aktivität | Osteokonduktiv |
| Zeitliche Abfolge | Das spongiöse Material muss mehrschichtig in die Knochenhöhlen eingelegt werden. Die balkenförmigen Räume werden schnell mit einer neu gebildeten Knochenmatrix gefüllt, die – im Rahmen eines Mineralisierungsprozesses - vorerst ein knochenähnliches Gewebe mit ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften bildet. Während der vorgegebenen Wartezeit wird das Material, je nach Produktart (siehe Metabolisierungszeit) komplett durch den endogenen Knochen ersetzt. Das kortikale Material muss immer einschichtig auf kortikaler Ebene eingelegt werden. Das Produkt wird in die anliegenden vitalen Knochenstrukturen integriert. Die osteoklastische Aktivität führt zur kompletten Metabolisierung und ersetzt das Produkt innerhalb von 12 Monaten, je nach verwendeter Menge (Ausdehnung), den physiologischen Konditionen und dem Alter des Patienten. |
| Metabolisierungszeiten | spongiöses Material 4 – 6 Monate kortikales Material 8 – 12 Monate |
| Eingriffe, die das Verhalten ändern können | Wenn man das Produkt mit Teilen autologen Knochengewebes mischt, ändert sich die Resorptionszeit (sie wird verlängert). |
| Eingriffe, die das Verhalten verbessern können | Das Produkt hat eine neutrale Wirkung, es reduziert das Volumen der Knochenhöhle durch osteokonduktive Aktivität. Bei sehr großen Rekonstruktionen oder falls notwendig, kann die Gefäßbildung stimuliert werden, indem man das Produkt mit OSTEOPLANT® ANGIOSTAD mischt. |
| Achtung | Wenn keine geeignete Knochenhautabdeckung vorhanden ist, sollte immer eine Membran, wie BIOCOLLAGEN oder OSTEOPLANT® ELITE zum Schutz vor eindringenden Epithelialzellen verwendet werden. |
| Vorbereitung des Produkts | Rehydrieren Sie das Produkt in einer sterilen physiologischen Salzlösung bei Raumtemperatur. Die empfohlene Rehydrationszeit sind 5 Minuten. Falls notwendig, können der physiologischen Salzlösung flüssige Medikamente (z.B. Antibiotika) hinzugefügt werden. Die Freisetzungsdauer variiert zwischen 15 und 30 Tagen, je nach Produktmenge und verwendetem Medikament. Schwerere Blutungen sollten tamponiert werden, um zu verhindern, dass das Produkt weggeschwemmt wird. |
| Sterilisierung | Dies ist ein Einwegprodukt, das nur einmal sterilisiert werden kann. Es wird mit einer Sterilisierung von 25 KGY Betastrahlen geliefert. |